Finanzbedarf: 73.000,- €
Projektnummer: 51150

Infektionen, Mangelernährung und Armut sind die Ursache für viele Krankheiten in Afrika.
Aufgrund des niedrigen Einkommens gehen viele Menschen in ihrer Not nicht zur Behandlung. Und wenn sie es tun, ist es oft schon zu spät. Darum ist medizinische Hilfe wesentlich.
AIDS/HIV ist eine der größten Herausforderungen. Das HI-Virus (Human-Immundefizienz-Virus) schwächt die Abwehrkräfte des Körpers, so dass er schutzlos gegenüber Krankheiten wird. Unbehandelt führt die Krankheit zum Tod. Seitdem AIDS definiert (1982) und das Virus gefunden wurde (1984), sind mehr als 60 Mio. Menschen infiziert worden und über 20 Mio. Menschen gestorben. Man spricht von einer Pandemie, das ist eine weltweite Epidemie. Am stärksten betroffen ist Afrika südlich der Sahara mit 25,4 Mio. infizierten Menschen.
In Nordkamerun unterstützt EBM viele medizinische Einrichtungen: das Krankenhaus in Zidim, eine Klinik, eine Augenklinik und ein AIDS-Zentrum in Mokong, eine Tagesklinik mit AIDS-Zentrum in Garoua, und in Gamboura und Dagaï jeweils eine Klinik.
Die Bevölkerung in Nordkamerun setzt sich zu 95% aus Bauern und Viehzüchtern zusammen, die ein sehr niedriges Einkommen haben. Die Folge: Viele gehen im Krankheitsfall zu spät zur Behandlung. Dann befinden sie sich in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium oder haben Vergiftungen durch Eigenbehandlung mit illegalen Medikamenten.
Erfreulich ist, dass durch viele und regelmäßige Impfkampagnen große Epidemien abgenommen haben. Dafür wird die Behandlung von Malaria immer schwieriger, weil die Erreger inzwischen gegen viele Medikamente resistent sind.
AIDS ist immer noch das größte Problem. Die Krankenhäuser und Stationen legen viel Wert auf Weiterbildung, z.B. über Therapien mit AIDS-Medikamenten oder über die Vorbeugung einer AIDS-Übertragung von Mutter zum Kind.
Das langjährige Ziel der Einrichtungen ist der Erhalt des Standards und der Pflegequalität in allen Kliniken. Dies soll durch Fort- und Ausbildung des Personals, ausreichende Versorgung der Kliniken mit medizinischem Material, Erhaltung eines Armenfonds und Intensivierung der Gesundheitsaufklärung geschehen.
Für die EBM arbeitet Jutta Krebs-Mbiene als verantwortliche Koordinatorin der Medizinischen Arbeit in Nordkamerun.